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1. Sprachentwicklungsstörungen

Durch spielerische Förderung der Sprachentwicklung unterstützen wir Ihr Kind in verschiedenen Sprach- und Kommunikationsbereichen:

Artikulation:
„wer“ statt „schwer“ oder „Toffer“ statt „Koffer“
Unter anderem durch das Angebot mundmotorischer Übungen leisten wir Hilfestellung bei der Bildung und dem Einsatz von Lauten.

Wortschatz:
„Das da“ für Dinge, die nicht benannt werden können
Wir arbeiten an der Ausdifferenzierung verschiedener Wortfelder (aktiver und passiver Wortschatz).

Grammatik:
„Mama Ball“ oder „Ich gehen“
Zunächst werden einfache, dann immer komplexere grammatikalische Strukturen aufgebaut.

Pragmatik:
Schreien, Schlagen oder Schweigen – statt zu sprechen
Sprechfreude wird angeregt und Kommunikationsregeln werden erarbeitet, damit die Kinder ihre kommunikativen Absichten mitteilen können.

Sprachentwicklungsstörung in Verbindung mit Zweisprachigkeit:
Es zeigen sich Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung sowohl im Bereich der Muttersprache als auch beim Zweitspracherwerb.
Wir fördern die Sprachentwicklung entsprechend der Problemschwerpunkte und führen beratende Gespräche mit dem Umfeld.

2. Orofaciale Störung oder Dysphagie Artikulation, Zahnstellung und Schluckmuster können auffällig sein.
Ein individuelles Trainingsprogramm für die Zungen- und Gesichtsmuskulatur im Sinne einer Myofunktionellen Therapie wird durchgeführt.

3. Stimmstörung
Atmung, Stimmklang, Lautstärke und Tonhöhe können verändert sein- von Heiserkeit bis zur Stimmlosigkeit.
Hilfestellung bieten atem- und stimmtherapeutische Übungen zur Verbesserung der Stimmqualität und der stimmlichen Belastbarkeit.

4. Stottern / Sprechunflüssigkeit (Störung des Redeflusses)
Wiederholen („k-k-k-kann“) und Dehnen von Lauten („aaaaaber“), Blockaden, Vermeidungsstrategien
Ziel ist die gemeinsame Arbeit an vermehrt flüssigem Sprechen und die Unterstützung des sozialen Umfeldes.

5. Poltern (Störung des Sprechablaufes)
überhastetes, unregelmäßiges Sprechtempo, undeutliche Artikulation, Auslassungen
Angestrebt wird eine Verbesserung des Redeflusses, z.B. durch gemeinsamen Aufbau gezielter Steuerungsvorgänge.

6. Sprachstörung in Verbindung mit einer Lippen-Kiefer Gaumenspalte
Die Lautbildung ist häufig erschwert (Rhinolalie) und der Stimmklang nasal (Rhinophonie).
Wir erarbeiten die fehlenden Laute durch ganzkörperliche und mundmotorische Übungen.

7. Mutismus/Sprechangst
Obwohl Kinder bereits Sprache erworben haben sprechen sie nicht (totaler Mutismus) oder nur in spezifischen Situationen mit einem bestimmten Personenkreis (selektiver Mutismus).
Zentrales Element ist der Beziehungsaufbau zwischen Therapeutin und Kind, verbunden mit der Erfahrung, Sprache als hilfreiches und wichtiges Kommunikationsmittel wahrzunehmen.

8. Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung
Das Kind hat Schwierigkeiten im Bereich der zentralen Hörverarbeitung, meist in Kombination mit einer Sprachentwicklungsstörung oder Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Wir führen ein individuell abgestimmtes Lateral- und Hochtontraining (Audiva) in Verbindung mit Förderinhalten des Kieler Leseaufbaus und weiteren unterstützenden Maßnahmen durch.

9. Aphasie/Dysphasie
Sprechen, Lesen, Verstehen und Schreiben können nach einer Hirnschädigung (z.B. Schlaganfall) unterschiedlich stark betroffen sein.
Ziel ist es, die für den Menschen bedeutsamen
Kommunikationsmöglichkeiten zu aktivieren und zu verbessern.

10. Dysarthrophonie/Sprechapraxie
In Folge einer Hirnschädigung können Schwierigkeiten hinsichtlich der Koordination von Artikulation, Atmung und Stimmgebung auftreten.
Entsprechend der einzelnen Schwierigkeiten führen wir mundmotorische und artikulatorische Übungen sowie gezielte Atemübungen durch, um das Sprechen zu verbessern.

11. Anarthrie/Unterstützte Kommunikation
Manchmal ist es einer Person aufgrund der (hirn)organischen Voraussetzungen nicht möglich zu sprechen.
Nicht-sprechende Menschen können körpereigene Mittel, Gebärden-/
Zeichensysteme oder elektronische Hilfen zum Kommunizieren nutzen.

12. Laryngektomie
Durch operative Entfernung des Kehlkopfes verliert der Mensch seine Stimme.
Unterstützung beim Umgang mit Stimmprothesen und elektronischen Sprechhilfen oder die Anbahnung einer Speiseröhrenersatzstimme sind denkbar, um den sprachlichen Ausdruck zu ermöglichen.